
Leitfaden
Ausstellung 2o November 2021
im Rahmen der Kunstnacht
im Hürbener Wasserschloss
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Stellen wir uns vor, wir lebten vor 300 000 Jahren, in einer Zeit in der der archaische P rä-Homo sapiens auftauchte, der mit der Natur aufs Engste verwoben war, aber noch über kein Zeichensystem verfügte-also weder Laute noch Sachverhalte außerhalb des Gedächtnisses festhalten konnte. Was für Möglichkeiten hätte er gehabt, Gedanken zu fixieren?
wir alle kennen Wolkenbilder, sie ziehen dahin, formen sich zu neuen Gestalten, sind aber flüchtig. Ebenso kann man in Stein-und Felsformationen Gestalten erkennen und manchmal lässt es die Struktur zu, in solchen Formationen multiple Vexierbilder zu sehen, die im Gegensatz zu Wolkenbildern stabil sind.
Ein Weg in diesem kulturellen Stadium (in dem Steinwerkzeuge nur rudimentär vorhanden waren) Vorstellungen in Materie festzuhalten, wäre das sammeln von Steinen, Muscheln, Fossilien, die eine assoziative Struktur zu dem aufweisen, was man festhalten will. Die Idee ist, mehrere solche Objekte zu kombinieren, um so auch komplexe Sachverhalte zu fixieren. Durch unterschiedliche Anordnungen und Auswahl der Vexierbilder können so Geschichten geschrieben werden.
Für die Kunstnacht Krumbach 2021 habe ich 28 Objekte gesammelt und analog ihrer Struktur den Comic Archos&Zarchos generiert.
Lutz-Volker Spies


Archos lebte lange vor Adam&Eva, in einer Zeit, in der die Menschen noch mit Tieren sprachen.


Ama, die Mutter von Archos starb, als Archos noch sehr klein war. Er konnte sich nur an ihre Brüste erinnern. Eine Brust war sanft und weich- die andere hart und stachelig.


Tauro, der Vater von Archos. Am Tag war er Mensch, zur Nacht verwandelte er sich in einen Stier.


Archos und seine Sippe lebten im Land der Windlochfelsen. Wenn ein Sturm blies, zwängten sich die Windgötter durch die Windlöcher und es ertönte ein wildes Geheul.


Ornis, der Wachvogel warnte die Siedlung. Wenn Gefahr drohte, flog er mit einem pfeifenden Geräusch durch die Windlöcher.


Vor den Windlochfelsen lag der Muschelschneckentümpel, in dem viele Schalentiere lebten. Vögel liebten diese Stelle, weil sie die Schnäbel mit Nahrung füllte.


Skylos war ein Vielfraß und Plünderer des Muschelschneckentümpels. Sein müder Eindruck täuschte, er lag immer auf der Lauer .


Kyknos, der wilde Schwan wurde deshalb von Tauro zum Tümpelwächter ernannt. Mit seinem roten, scharfen Schnabel vertrieb er alle Muschelräuber.


Ätos, der Fernflugvogel liebte es, nach langen Flügen im Tümpel auf Fang zu gehen und zu baden. Einmal erzählte er Archos von einem grünen Turm, der sich inmitten der Wüste befand. Ätos erzählte so lebhaft, dass Archos den Turm sah.


Archos ging der Turm nicht aus dem Kopf-er wollte zu ihm reisen. Also fragte er Zarchos, ob sie ihn auf der Reise zu dem geheimnisvollen Turm begleitet.


Zarchos hatte keine Eltern-sie war einfach da. Eigentlich hieß sie Zarcha, doch ihr Name missfiel ihr und so wandelte sie das a in os. Sie war neugierig, der Turm reizte sie. Sie fragte Dromeda das Kamel, ob es mitkäme .


Dromeda fragte Niga, die Nilpferdgiraffe, die auch mit wollte.


Niga sprach mit Tesem, dem einäugigen Hund, Elpha, der Elefantenkuh mit dem Sturmblasrüssel und auch mit Serpentes, der Giftschlange.


Tesem sagte, dass er bei den Windlochfelsen bliebe-die Reise war ihm zu gefährlich und er hatte Angst, sein Auge zu verlieren. Elpho und Serpentes aber wollten das Abenteuer nicht verpassen. So waren sie zu sechst.
Um für das Abenteuer gut gewappnet zu sein, nahm Zarchos sein Expeditionshorn mit. Darin waren der Strahlenkompass, das Polyoculus und das Wurfholz. Gut gerüstet machten sich die Archonauten in einer Neumondnacht auf den Weg.


Am dritten Tag ihrer Reise mussten sie durch eine Schlucht. Reptos, das wüsteste Wüstenkrokodil ließ niemanden passieren. Es zerfleischte und fraß jeden, der die Schlucht betrat.


Serpentes, die Listige schlich sich an Reptos, biss diesen ins Auge und versprühte ihr Gift. Der Weg war frei.


Am fünften Tag erreichten die Archonauten die Quellenoase, deren köstliches Wasser sie erfrischte. Das Wasser war so klar, dass man bis auf den Grund schauen konnte, und die Quellenhüterin sah. Aber es drohte auch Gefahr, da Skylla, das Ungeheuer in einer nahen Höhle hauste.


Da Wasser kostbarer als Gold ist, wurde die Oase von Delpho, dem 7-Stacheldelphin mit wachsamen Auge beobachtet .Wer das Wasser verschmutzte, wurde mit dem Todesstachel getötet.


Nachdem die Archonauten ihren Durst gestillt hatten, erlegten sie ein Wüstenmammut,welches sie bis auf einen Fuß verschlangen, den sie den Geiern überließen. Doch plötzlich tauchte Drako, der Flugdrache auf, der vom Geruch des Fußes angelockt wurde. Da die Archonauten wussten, dass Drako besonders gern Nilpferdgiraffen fraß, waren sie in großer Furcht.


Da blies Elpha, die Elephantenkuh in ihren Sturmblasrüssel und zielte auf Drako.


Der starke Wind brachte den Flugdrachen ins Trudeln und er stürzte donnernd vor Skyllas Höhle zu Boden.


Der Donner des Sturzes riss Skylla, das Scheusal aus dem Schlaf und noch bevor es richtig wach wurde, nahm Zarchos das Wurfholz und schleuderte es gegen Skyllas Schläfe.


Mit dem Wurfholz konnte man aus Distanz Beute treffen und sich Feinde vom Leib halten. Wenn man es richtig warf, kehrte es zurück, wenn man das Ziel verfehlte.


Gelabt und gestärkt reisten die sechs Freunde weitere fünf Tage durch die Dünen, ohne auch nur die Spitze des grünen Turmes zu sehen. Da nahm Zarchos das Polyoculus aus seinem Expeditionshorn und sah in weiter Ferne in der linken Richtung den Turm und weit rechts davon auf einer Düne ein unbekanntes Gebilde.
Polyoculus, das Supraauge hatte 60 Pupillen. Wenn man durch die Öffnung schaute, war die Ferne nah.


Guter Rat war teuer: Archos, Dromeda und Serpentes wollten zum grünen Turm, Zarchos, Niga und Elpha wollten das unbekannte Gebilde sehen. Sie entschieden, dass der Strahlenkompass die Richtung weisen sollte. Der Strahlenkompass leuchtete immer dann, wenn man auf dem richtigen Weg war.


Der Strahlenkompass warf seinen Strahl in Richtung des unbekannten Gebildes. Dort angekommen, trafen sie auf eine Spirale mit fünf Armen, so groß wie ein Windloch. In der Mitte war eine Öffnung, aus der ein blaues Wesen trat. Es sagte, dass die Spirale ein Luftschwimmtier sei, Spiro heiße und dass ein Wüstensturm es zum Absturz brachte.


Das blaue Wesen berichtete, dass es vor sieben Monden mit einer Sternenflugmuschel, die am großen See ankerte, gelandet sei und bat die Archonauten dort hin zu reisen. Der See lag hinter den Sandsteinbergen, die sieben Tage und einen Kultursprung weit entfernt waren. OAUI, so hieß das Wesen, durfte auf Dromeda reiten, Elpha nahm Spiro auf ihren Rücken.


Als sie die Sandsteinberge überquert hatten, sahen sie schon von weitem die Sternenflugmuschel im Glanz des Sonnenlichtes schimmern. Am Ziel angekommen, führte OAUI sie zum See, der zum Reich der schönen Myfretete gehörte. Was die Archonauten dort erlebten und was es mit der Sternenflugmuschel auf sich hatte, weiß nur Ätos, der Fernflugvogel und ob er es verrät, ist ungewiss.
Hürbener Wasserschloss:
v.i.s.p.m. lutz-volker spies pfarrer-bobinger-strasse 10 86361 krumbach
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Kunstnacht 2018
https://philosophypapers.wordpress.com/
Protestaktion gegen die Lieferung von Uranmunition in die Ukraine Marktplatz Krumbach – Gründonnerstag Karfreitag Karsamstag 2023

Agitpropdesign: Lutz-Volker Spies
Statement
Der Auslöser dieser Aktion ist die Lieferung uranhaltiger Munition aus Großbritannien in die Ukraine. Der Einsatz dieser Kampfmittel ist eine neue Qualität der Eskalationsspirale und kann einen Krieg nie da gewesenes Ausmaßes auslösen. Die Grünen waren für mich immer mit Friedenspolitik assoziiert, aber anstatt den Mund aufzumachen und diese Waffenlieferung zu verurteilen, hört man von Baerbock, Hofreiter &Co nur säbelrasselnde Kriegsrhetorik. Um es deutlich zu machen: Putins Krieg gegen die Ukraine ist genau so ein Verbrechen wie der Krieg der USA gegen den Irak. Putin ist gefangen in der Logik der ins Gehirn eingebrannten, geostrategischen Machtprinzipien von Großmächten. Bislang galt, dass Sicherheitsinteressen geopolitischer Zonen der Hegemonialmächte USA/RUS mit gegenseitigem Respekt bedacht wurden. Die Aussetzung dieses Prinzips ist eine der Ursachen des Ukrainekrieges. Der Krieg ist für die Ukraine ohne vollständige Zerstörung dieses Landes nicht zu gewinnen- nur eine diplomatische Lösung kann das Ziel sein. v.i.s.d.m.p. Lutz-Volker Spies


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